
Mit seinen Tätigkeitsberichten legt der Landesrechnungshof jährlich Rechenschaft in eigener Sache ab und informiert über seine Leistungen und Wirkungen. Im Jahr 2025 legte er mit der Stellungnahme zum Entwurf des Rechnungsabschlusses acht Prüfberichte vor. Die Nachkontrollen zeigten, dass die überprüften Stellen die Empfehlungen und Hinweise zu rund 80 Prozent umsetzten. Außerdem hob der NÖ Landtag das NÖ Amtshaftungsausgleichsfondsgesetz auf. Damit wurde der Bericht 11/2021 über den NÖ Amtshaftungsausgleichfonds im Ergebnis verwirklicht, und der Umsetzungsgrad erhöhte sich insgesamt auf rund 90 Prozent.
Die Empfehlungen und Hinweise des Landesrechnungshofs sind nicht primär auf Sparsamkeit ausgerichtet, sondern basieren auf der Rechtmäßigkeit und zielen auf wirtschaftliche und zweckmäßige Verbesserungen. Diese können auch Anschubfinanzierungen oder Investitionen erfordern, zum Beispiel für Ausbildungen, Sanierungen oder Instandhaltungen. Der Bericht über die Landessonderschulen bewirkte Verbesserungen und Investitionen in Höhe von 2,68 Millionen Euro. Die Stellungnahme zum Entwurf des Rechnungsabschlusses zeigte auf, dass eine bedarfsgerechte Finanzierung von verbundenen Einrichtungen dem Land NÖ an Zinsen 4,50 Millionen Euro sparen könnte.
Selbstverständlich wirtschaftet der Landesrechnungshof auch selbst sparsam. Im Jahr 2025 hat er rund 862.000,00 Euro seines Budgets von 3,82 Millionen Euro nicht ausgeschöpft, vor allem, weil er seine 24 Dienstposten nicht durchgängig voll besetzen konnte. Die verfügbaren Mittel hätte er gerne der Gebäudeverwaltung des Landes zur Verfügung gestellt, um endlich die Sicherheitsprobleme und die sommerliche Überhitzung im „Tor zum Landhaus", in dem sich seine Büroräume befinden, zu entschärfen.
Der Tätigkeitsbericht enthält zudem eine Wissensbilanz. Diese spiegelt die fachliche und methodische Expertise, die hohe soziale Kompetenz und den großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesrechnungshofs wider, die keine Künstliche Intelligenz ersetzen kann. Mit deren Anwendung entwickelt der Landesrechnungshof jedoch die Finanzkontrolle methodisch weiter, um dem NÖ Landtag auch in Zukunft anerkannte und zertifizierte Qualität zu liefern.
Im Jahr 2025 erhielt der Landesrechnungshof 18 Prüfungsersuchen aus der Bevölkerung. Davon betrafen zwölf Gemeinden. Der Landesrechnungshof geht Hinweisen aus der Bevölkerung prinzipiell nach, holt dazu Stellungnahmen ein, berücksichtigt diese im Prüfungsprogramm oder leitet sie an die zuständige Stelle weiter.

