Der „Waldviertler Kulturförderungsverein“ hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung „Waldviertel Akademie“ etabliert und zählt heute mit seinen Aktivitäten, den Kulturstammtischen, seinen Symposien und der Internationalen Sommerschule zu einem der profiliertesten Kulturträger des Waldviertels.

Das Projekt „Inculbord“ – Industrie-Kultur im österreichisch–tschechischen Grenzraum – diente der Erforschung, Pflege und Aktivierung des regionalen, kulturellen Erbes und wurde als Voraussetzung für die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Belebung dieser Region angesehen.

Die Jahre der Projektträgerschaft von „Inculbord“ standen im Zeichen zusätzlicher finanzieller Mittel, welche der Projektrealisierung als auch dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur dienten.

Die ursprünglichen Wurzeln von „Inculbord“ lagen in einem bereits 1992 begonnenen Projekt, welches seitens der Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich sowie dem Europarat finanziell unterstützt wurde. 1996 beantragte der Kulturförderungsverein die finanzielle Unterstützung des Projektes „Inculbord“ im Rahmen des EU-Programms Interegg II Österreich–Tschechien sowohl beim Land NÖ als auch beim Bundeskanzleramt. Thematisch wurden die seitens des Kulturförderungsvereines bereits traditionell veranstalteten Kulturstammtische, Symposien und auch die Internationale Sommerschule in das Projekt integriert und um Ausstellungsprojekte wie „Grenze und Nachbarschaft“ ergänzt.

Die NÖ Landesregierung hat 1997 per Beschluss die Absicht erklärt, dem Waldviertler Kulturförderungsverein in den Jahren 1997-1999 für das Projekt „Inculbord“ Kulturförderungsmittel des Landes NÖ und EFRE-Mittel der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg II, Österreich-Tschechien, geben zu wollen.

Da es sich erstmalig um ein auch seitens der EU gefördertes Kulturprojekt handelte, bedurfte es der Anpassung administrativer Notwendigkeiten. Dieser nicht immer friktionsfreie Anpassungsprozess erfolgte im Rahmen der seitens der Abteilung Kultur und Wissenschaft durchgeführten Überprüfungen. Sowohl eine stärkere Akzentuierung des Programms und der Inhalte als auch verstärkt strukturierte Abrechnungen wurden erreicht.

Letztendlich musste der ursprüngliche Finanzierungszeitraum erstreckt werden, um die Verhältnismäßigkeit der Förderungen zwischen nationalen und EU-Mitteln gewährleisten zu können und das Gesamtprojekt zufrieden stellend beenden zu können.

Die Empfehlungen des LRH hinsichtlich der rechtlich und finanziell notwendigen Neuorientierung wurden vom Waldviertler Kulturförderungsverein bereits aufgegriffen, umgesetzt oder deren Realisierung in Angriff genommen. Seitens des Landes wurde die Empfehlung des LRH, künftig mit dem Kulturförderungsverein einen Fördervertrag abzuschließen, ebenfalls aufgegriffen. Der LRH vertritt die Ansicht, dass nur die optimale Nutzung finanzieller Ressourcen verbunden mit einer Straffung infrastruktureller Gegebenheiten sowie gemeinsame Ziele in Hinblick auf „Kultur im Waldviertel“ langfristig den Bestand und die Tätigkeit vorhandener regionaler Kulturinitiativen sicherstellen wird können.

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